60 Jahre CDU Bad Dürkheim #2

Höhen und Tiefen

Die Ergebnisse der Stadtratswahlen spiegeln die wechselhafte Geschichte der CDU Bad Dürkheim wider.
Kurz vor der Wahl 1948 trat der Stadtrat Hans Kuhn (Weinkommissionär) aus der CDU aus und schloss sich der DP (später FDP) an, deren Klientel besonders Winzer und Landwirte waren.
Den absoluten Tiefpunkt erreichte die CDU in der Wahl 1952, als der Fraktionsvorsitzende Jakob Herold wegen der Schulpolitik der Landes-CDU (Frage der Konfessionsschule) austrat und die Wählergruppe gründete, die dann mit der FDP in einer gemeinsamen Liste 33,3 % erhielt.

Unter dem Landtagsabgeordneten Karl Grauer gewann die CDU wieder Profil, was sich auch an den Wahlergebnissen zeigte. Obwohl auch er wegen persönlicher Differenzen 1968 die Partei verließ und die Wählergruppe verstärkte, konnten die Anteile bis 1974 gesteigert werden: Die CDU wurde zum ersten Mal stärkste Partei.

 

 



Dies war sicher auch ein Verdienst von Fritz Brittinger, der von 1960 bis 1994 die Fraktion ruhig und äußerst kompetent führte und die CDU prägte.
Doch nach der gewonnenen Wahl 1974 gelang es der SPD den CDU-Stadtrat Rudi Reber heraus zu brechen und zum ehrenamtlichen Beigeordneten zu wählen. Er wurde aus der Partei ausgeschlossen. Die SPD wurde gestärkt und profitierte in den Folgejahren von der „politischen Großwetterlage“.

Nach dem Tiefpunkt 1989 konnte durch eine konstruktive und ideenreiche Arbeit im Stadtrat und in der Partei der CDU-Anteil stetig gesteigert werden. In der Wahl 2004 erzielte die CDU das beste Ergebnis bei einer Stadtratswahl.



Die Vorsitzenden der CDU

Den Vorsitz hatte Jakob Herold von der Gründung 1946 bis zu seinem Austritt 1952 inne. Es folgten Karl Grauer (1952-1962), Fritz Heyse (1962-1967), Artur Benzing (1967-1969), Dr. Linus Heim (1969-1971), Eugen Brittinger (1971-1973), Herbert Trautmann (1973-1981) und Reinhard Stölzel (1981-2015).

 

 

Unter dem seit 1981 amtierenden CDU-Vorsitzenden Reinhard Stölzel, der seit 1994 auch die Fraktion führt, hat die Partei mit Geschlossenheit, Schlagkraft und Ideenreichtum Profil gewonnen.

 

 

 

 

 

 

 


Die Beigeordneten der CDU

Gleich nach dem Einmarsch betrauten die Amerikaner den Weingutsbesitzer Herbert Fitz mit Verwaltungsaufgaben. Dies wurde von den Franzosen und nach den ersten Wahlen vom Stadtrat bestätigt. Er war vom 30.7.45 bis 9.11.52 im Amt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Stadtrat wählte als seinen Nachfolger Ernst Karst (bis 23.10.60)
In einem Koalitionsvertrag mit der SPD wurde 1964 vereinbart, dass die CDU einen hauptamtlichen Beigeordneten stellt.













Die Wahl fiel auf Fritz Keller (1.7.64--30.7.74). Auf seine Anregung hin und in vielen Besprechungen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl erreichte er, dass Bad Dürkheim Kreisstadt wurde.
Die SPD wählte ihn entgegen dem bestehenden Vertrag nicht wieder.
Erst 1979 war wieder eine „Regierungsbeteiligung“ möglich, die die CDU immer anstrebte, um im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wenigstens teilweise ihre Ideen und Vorschläge realisieren zu können.

 

 

 

 





Mit dem pensionierten Kurdirektor Peter Reiner (10.6.79-17.6.1984) konnte – ehrenamtlich - ein kompetenter Mann für den wieder an Bedeutung zunehmenden Fremdenverkehr gewonnen werden.














Der hauptamtliche Beigeordnete Wolfgang Lutz (1.7.84-31.1.99) wurde nach fast 16-jähriger erfolgreicher Arbeit 1999 zu unserem Bürgermeister gewählt.














Theo Hoffmann war vom 1.1.2000 bis 31.5.2012  sein ebenso erfolgreicher und kompetenter Nachfolger.