Geschichte der CDU von 2000 - 2015

ge1Es war eine Richtung weisende Entscheidung der Dürkheimer CDU, dem neu gewählten Bürgermeister Wolfgang Lutz mit Theo Hoffmann einen erfahrenen Verwaltungsfachmann aus den eigenen Reihen als 1. Beigeordneten im Jahr 2000 an die Seite zu stellen.

Dieses Führungsteam der Verwaltung hat von Anfang an die im Wahlkampf propagierte Aufbruchsstimmung nach 50 Jahren SPD- Herrschaft unter dem Hintergrund „versprochen ist versprochen“ in Taten gemeinsam mit der von der CDU angeführten „Jamaika-Koalition“ mit FDP und Grünen umgesetzt.

Hier nur einige Maßnahmen in Stichworten:

ge2• Einrichtung eines Bürgerbüros
• Ausbau der Mannheimer Straße
• Ausbau des Wurstmarktplatzes
• die zweite Anbindung des Gewerbegebiets Bruch
• Parkplatzausbau in Grethen und Ungstein
• Parkraumkonzept für die Innenstadt
• Ausbau Fronhof I
• Umwandlung der Stadtwerke in eine GmbH
• erste Ganztagsschulen in Bad Dürkheim

Besonders wichtig war die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger mit ihren Kompetenzen, so bei der Erstellung eines Leitbildes für Bad Dürkheim oder bei der Pflege von „Stadtgrün“.

Die erfolgreiche Arbeit der CDU wurde von den Dürkheimern in der Kommunalwahl 2004 honoriert: Im Stadtrat erhielt sie 14 von 32 Sitzen, zwei mehr als 1999. Bei der Kommunalwahl 2009 verlor die CDU jeweils einen Sitz an die Republikaner und die Linken, war aber mit 12 Sitzen weiterhin stärkste Fraktion im Stadtrat. 2014 konnten die zwei Sitze wieder hinzugewonnen werden. Jetzt setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen: CDU 14 Sitze, SPD 9 Sitze, FWG 3 Sitze, Grüne 3 Sitze, FDP 2 Sitze und Linke 1 Sitz. Die bewährte und erfolgreiche Koalition aus CDU, Grünen und FDP besteht ununterbrochen seit 1999.

ge3Am 6. Mai 2007 bestätigten die Bürgerinnen und Bürger die erfolgreiche Arbeit von Wolfgang Lutz durch seine Wiederwahl mit einem überwältigenden Ergebnis. In seiner zweiten Wahlperiode realisierte er mit der Jamaika-Koalition sein größtes Projekt: Wasser im Kurpark. Bis heute ist der neugestaltete Kurpark eine be-sondere Attraktion.

 

 

 

 

 

 

 

ge42012 wurde unser hauptamtlicher Beigeordneter Theo Hoffmann zum Verbandsbürgermeister in Deidesheim gewählt. Wegen der Änderung der Kommunalgesetzgebung durfte Bad Dürkheim mit weniger als 20000 Einwohnern keinen hauptamtlichen Beigeordneten wählen. Mit seinem Namen werden der Ausbau der Mannheimer Straße, das Mehrgenerationenhaus, das Projekt „Soziale Stadt“ und so manche neue Verkehrsführung verbunden bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ge5Gerd Ester war bereit vom Stadtrat in die Verwaltung als ehrenamtlicher Beigeordneter zu wechseln. Er übernahm nebenberuflich das umfangreiche Ressort von Theo Hoffmann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ge6Zum 31.12.2015 lief die Amtszeit von Wolfgang Lutz aus. Er war 33 Jahre an vorderster Front erfolgreich in Bad Dürkheim tätig: von 1983 bis 1999 als erster hauptamtlicher Beigeordneter, dann ab 1.1.2000 als Bürgermeister.

Neben der Isenach im Kurpark setzte er viele Zeichen in Bad Dürkheim: z. B. Neugestaltung des Schlossplatzes, Schaffung des Ludwigsplatzes, Sanierung der Weinstraße Nord, Wiederaufbau der Saline mit einem Dach aus Solarkollektoren, Kurparkerweiterung bis zur Gutleutstraße.

Die folgende Bürgermeisterwahl konnte Gerd Ester leider nicht für sich entscheiden. Er setzt seine erfolgreiche Arbeit als erster ehrenamtlicher Beigeordneter fort.

 

 

 

 

 

60 Jahre CDU Bad Dürkheim #3

Seit der Kommunalwahl 1999 trägt die CDU die Verantwortung für Bad Dürkheim, seit 1.1.2000 sind Bürgermeister Wolfgang Lutz und Beigeordneter Theo Hoffmann im Amt, nach der Kommunalwahl 2009 stellt die CDU 4 von 5 Ortsvorstehern. Der Erfolg ist sichtbar:








Bad Dürkheim hat in den letzten Jahren enorm gewonnen. Das bestätigen auswärtige Besucher immer wieder.
Generelles Ziel der Politik der CDU ist, dass sich die Menschen in Bad Dürkheim wohl fühlen.
Dazu gehört insbesondere die Vorsorge für eine gute Infrastruktur. Das heißt

  • gute Schulen,
  • gute und ausreichende Kindertagesstätten, funktionierende und attraktive soziale und gesundheitsfördernde Einrichtungen – nicht zuletzt im Interesse der Familien,
  • eine starke Wirtschaft mit sicheren Arbeitsplätzen,
  • eine gesicherte Versorgung – von Wasser und Energie bis hin zu attraktiven Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt,
  • eine intakte und attraktive Umwelt,
  • ein lebendiges Vereinsleben,
  • eine bürgernahe und kompetente Verwaltung,
  • aber auch ein interessantes kulturelles Angebot.

Dies alles muss getragen werden von einem „WIR-Gefühl“ der Dürkheimer.
Aus diesen politischen Grundlinien ergibt sich Handlungsbedarf: z.B.

  • Stärkung der Innenstadt,
  • Nach dem Ausbau von Schlossplatz; Ludwigsplatz und Kurgartenstraße Beseitigung des Schandflecks „Eden“,
  • Weiterbau der B 271 Richtung Grünstadt als Westvariante zur Entlastung von Ungstein und Leistadt, allerdings mit Bahnunterführung ohne Veränderungen bei Klima und Grundwasser,
  • Entlastung Leistadts durch eine Umgehungsstraße,
  • Dorferneuerung in den Ortsteilen Ungstein, Hardenburg und Leistadt
  • Weiterentwicklung und Umsetzung der Stadtkonzeption und Lokalen Agenda 21,
  • Stärkung von Kur und Fremdenverkehr; Bau der „Dürkheim Therme“, Unterstützung der Bestrebungen zum Wiederbetrieb der Gondelbahn,
  • Planung und Erschließung des zweiten Abschnitts im Fronhof,
  • Erweiterung des Gewerbegebietes und Ansiedlung attraktiver Betriebe zur Schaffung neuer Arbeitsplätze,
  • Erhalt der Leistungsfähigkeit der Stadtwerke (bei bürgerfreundlichen Gebühren!!!).

Unsere Ortsvorsteher

Die Ortsvorsteher sind die wichtigen Vermittler zwischen Bürgern, ihren Anliegen und der Verwaltung. Sie sind der Ansprechpartner direkt vor Ort.

img_3448Rolf Jochum Ortsvorsteher in Grethen-Hausen

DSC_0028Manfred Rings Ortsvorsteher in Hardenburg von 2004 bis 2014

DSC_0043Reinhard Steiniger Ortsvorsteher in Seebach

DSC_0070Walter Wolf Ortsvorsteher in Ungstein

Die Stadtratsfraktion Die CDU stellt 14 der 32 Stadträte. Sie ist die größte, tonangebende Fraktion. Reinhard Stölzel ist Fraktionsvorsitzender. Seine Stellvertreter sind Kurt Freund und Markus Wolf.

60 Jahre CDU Bad Dürkheim #2

Höhen und Tiefen

Die Ergebnisse der Stadtratswahlen spiegeln die wechselhafte Geschichte der CDU Bad Dürkheim wider.
Kurz vor der Wahl 1948 trat der Stadtrat Hans Kuhn (Weinkommissionär) aus der CDU aus und schloss sich der DP (später FDP) an, deren Klientel besonders Winzer und Landwirte waren.
Den absoluten Tiefpunkt erreichte die CDU in der Wahl 1952, als der Fraktionsvorsitzende Jakob Herold wegen der Schulpolitik der Landes-CDU (Frage der Konfessionsschule) austrat und die Wählergruppe gründete, die dann mit der FDP in einer gemeinsamen Liste 33,3 % erhielt.

Unter dem Landtagsabgeordneten Karl Grauer gewann die CDU wieder Profil, was sich auch an den Wahlergebnissen zeigte. Obwohl auch er wegen persönlicher Differenzen 1968 die Partei verließ und die Wählergruppe verstärkte, konnten die Anteile bis 1974 gesteigert werden: Die CDU wurde zum ersten Mal stärkste Partei.

 

 



Dies war sicher auch ein Verdienst von Fritz Brittinger, der von 1960 bis 1994 die Fraktion ruhig und äußerst kompetent führte und die CDU prägte.
Doch nach der gewonnenen Wahl 1974 gelang es der SPD den CDU-Stadtrat Rudi Reber heraus zu brechen und zum ehrenamtlichen Beigeordneten zu wählen. Er wurde aus der Partei ausgeschlossen. Die SPD wurde gestärkt und profitierte in den Folgejahren von der „politischen Großwetterlage“.

Nach dem Tiefpunkt 1989 konnte durch eine konstruktive und ideenreiche Arbeit im Stadtrat und in der Partei der CDU-Anteil stetig gesteigert werden. In der Wahl 2004 erzielte die CDU das beste Ergebnis bei einer Stadtratswahl.



Die Vorsitzenden der CDU

Den Vorsitz hatte Jakob Herold von der Gründung 1946 bis zu seinem Austritt 1952 inne. Es folgten Karl Grauer (1952-1962), Fritz Heyse (1962-1967), Artur Benzing (1967-1969), Dr. Linus Heim (1969-1971), Eugen Brittinger (1971-1973), Herbert Trautmann (1973-1981) und Reinhard Stölzel (1981-2015).

 

 

Unter dem seit 1981 amtierenden CDU-Vorsitzenden Reinhard Stölzel, der seit 1994 auch die Fraktion führt, hat die Partei mit Geschlossenheit, Schlagkraft und Ideenreichtum Profil gewonnen.

 

 

 

 

 

 

 


Die Beigeordneten der CDU

Gleich nach dem Einmarsch betrauten die Amerikaner den Weingutsbesitzer Herbert Fitz mit Verwaltungsaufgaben. Dies wurde von den Franzosen und nach den ersten Wahlen vom Stadtrat bestätigt. Er war vom 30.7.45 bis 9.11.52 im Amt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Stadtrat wählte als seinen Nachfolger Ernst Karst (bis 23.10.60)
In einem Koalitionsvertrag mit der SPD wurde 1964 vereinbart, dass die CDU einen hauptamtlichen Beigeordneten stellt.













Die Wahl fiel auf Fritz Keller (1.7.64--30.7.74). Auf seine Anregung hin und in vielen Besprechungen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Helmut Kohl erreichte er, dass Bad Dürkheim Kreisstadt wurde.
Die SPD wählte ihn entgegen dem bestehenden Vertrag nicht wieder.
Erst 1979 war wieder eine „Regierungsbeteiligung“ möglich, die die CDU immer anstrebte, um im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wenigstens teilweise ihre Ideen und Vorschläge realisieren zu können.

 

 

 

 





Mit dem pensionierten Kurdirektor Peter Reiner (10.6.79-17.6.1984) konnte – ehrenamtlich - ein kompetenter Mann für den wieder an Bedeutung zunehmenden Fremdenverkehr gewonnen werden.














Der hauptamtliche Beigeordnete Wolfgang Lutz (1.7.84-31.1.99) wurde nach fast 16-jähriger erfolgreicher Arbeit 1999 zu unserem Bürgermeister gewählt.














Theo Hoffmann war vom 1.1.2000 bis 31.5.2012  sein ebenso erfolgreicher und kompetenter Nachfolger.

60 Jahre CDU Bad Dürkheim #1

Nach Ende des zweiten Weltkrieges war Rheinland-Pfalz zunächst von den Amerikanern besetzt, ab 1. Juni 1945 dann französisch. Am 5. März 1946 genehmigte General Bouley die Christliche Union Hessen-Pfalz. Vorher hatte es eine z.T. heftige Auseinandersetzung gegeben, ob wieder eine Zentrumspartei, die den katholischen Teil der Bevölkerung repräsentieren sollte, oder eine über-konfessionelle Partei, die Protestanten und Katholiken integriert, gegründet werden sollte. Hier war der evangelische Bad Dürkheimer Pfarrer und spätere Dekan Karl Köhler mit Richtung weisend.

Im (Amtsgerichts-)Bezirk Bad Dürkheim konnte dann am 24. März 1946 die CDU gegründet werden. Der Bad Dürkheimer Friedrich Breier, der schon vor der Nazi-Zeit für die Zentrumspartei aktiv war, wurde Vorsitzender.

 

 

 

 

 

 

 

 


Am – vermutlich – 21. April 1946, einem Sonntag, wurde dann in Grethen die CDU Bad Dürkheim gegründet. Nebenstehend der Bericht der Rheinpfalz vom 27. April 1946.
Die Mitwirkung des katholischen Pfarrers Dr. Kary und des protestantischen Pfarrers Karl Köhler unterstrich auch hier den Gedanken, eine starke, überkonfessionelle, nichtsozialistische Partei als Gegengewicht zur SPD zu schaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der ersten Kommunalwahl am 15. September 1946 war die neu gegründete Partei auf Anhieb recht erfolgreich und erreichte 42,6 % - ein Ergebnis von dem die CDU in den nächsten Jahrzehnten nur träumen konnte!
Der ersten Fraktion gehörten an: Jakob Herold, Heinrich Stoffel, Fritz Opitz, Hans Kuhn, Georg Wirth, Ludwig Faust, Georg Zumstein, Ernst Wanner und Herbert Fitz – klangvolle Namen alter, angesehener Dürkheimer Familien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fr. Breier mit „seinem“ Audi
Es war eine harte Zeit: Das Stadtbild war geprägt von Ruinen und Trümmern. Die Bevölkerung litt Not an Nahrungsmitteln und Brennstoffen. Außerdem waren da die Franzosen, die immer noch hofften, den linksrheinischen Teil Deutschlands einverleiben zu können. Viele Männer waren in russischer, aber auch französischer Gefangenschaft. Und es gab die Entnazifizierung.
Der erste Stimmzettel:

 

 

 


Zu den ersten frei gewählten Stadträten gehörte auch der Tiefbauunternehmer Ludwig Faust.